Die Vision von Industrie 4.0

Eine Maschine stellt dank ihrer umfänglichen Sensorik einen Produktfehler fest. Sie entscheidet selbstständig, ob das Werkstück repariert werden kann, ob es entsorgt werden muss oder ob es zunächst von einem Techniker begutachtet werden muss. Die entsprechenden planungsrelevanten Informationen gibt die Maschinensteuerung automatisch an höher gelagerte IT-Systeme weiter. Jetzt kann z.B. das Manufacturing Execution System (MES) die Feinplanung an die neuen Voraussetzungen in Echtzeit anpassen. Maschinen, die im Fertigungsprozess folgen, werden via MES über den Ausfall bzw. die Verzögerung informiert und können ihre Reihenfolgeplanung entsprechend korrigieren. Gleichzeitig kann das Enterprise Resource Planning (ERP-) System im Bedarfsfall Ersatz-Rohware disponieren bzw. Reparaturaufträge erzeugen. Das ERP-System kann auch prüfen, ob durch den Produktfehler Liefertermine verletzt und Kunden entsprechend informiert werden müssen.


Firmen in der Automobilbranche bewerten ihre ERP-Lösungen tendenziell kritischer als die Anwenderfirmen insgesamt. Das zeigt eine exklusive Branchenauswertung für die „Produktion“ durch die Trovarit AG im Rahmen der Studie „ERP in der Praxis 2014“. Offenkundig verlangt die Schlüsselindustrie Automotive ihren Systemen mehr ab als der Durchschnitt.


Ergebnis der Podiumsdiskussion auf der Cebit 2014

Moderation: Fritz Niehsen, FN Food & Nutrition Affairs,

Teilnehmer: Ekkehard Ziesche, GUS-Group, Wolfgang Schiek, SAP-Partner Innovabee, Martin Schildmacher, Microsoft-Partner Modus-Consult, Dr. Peter Schimitzek, CSB-System.

Generalist oder Spezialist
Ist eine branchenspezifische Business Software notwendig oder reicht ein Allround ERP-System über alle Branchen aus? Am Beispiel der Lebensmittelwirtschaft.

Frage des Moderators an Herrn Schiek, Innovabee: Innovabee bietet – so Ihre Botschaft – „ Lösungen für branchentypische Prozesse sowie branchenunabhängige Cross-Lösungen auf der Basis von SAP Business-All-in-one“. Sind das nicht gleich zwei Widersprüche? Oder wie unterscheidet sich bei Kunden aus zwei wesensfremden Bereichen wie im Eingang dargestellt: z. B. der eine stellt Fensterrahmen her und der andere produziert Schokolade

Ihr Projektmanagement, denn die Software ist doch wohl dieselbe?

W. Schiek: Wie gesagt, wir haben ja eine SAP-Lösung und SAP hat 25 Branchenlösungen, diese bauen auf die allgemeine Basis auf und wir runden diese dann auf die Lebensmittelbranche ab:

Moderator: Stimmen Sie das Projektmanagement und die Software auf die Branche ab oder ist alles schon vorher konfiguriert?

W. Schiek: Die Software ist schon vorprogrammiert aber die Kollegen im Projekt, die müssen die Branche kennen und sich da zuhause fühlen.

Moderator: Und da haben Sie auch genügend Kollegen, die sich in den Branchensegmenten auskennen, es ist ja nicht dasselbe, Schokolade herzustellen doer Wurst?

W. Schiek: Ja! Das ist unsere Aufgabe und die brauchen wir.


Ergebnis der Podiumsdiskussion auf der Cebit 2014

Moderation: Fritz Niehsen, FN Food & Nutrition Affairs,

Teilnehmer: Ekkehard Ziesche, GUS-Group, Wolfgang Schiek, SAP-Partner Innovabee, Martin Schildmacher, Microsoft-Partner Modus-Consult, Dr. Peter Schimitzek, CSB-System.

Generalist oder Spezialist
Ist eine branchenspezifische Business Software notwendig oder reicht ein Allround ERP-System über alle Branchen aus? Am Beispiel der Lebensmittelwirtschaft.

Frage des Moderators an Herrn Ziesche, GUS-Group:

„Das Branchen Know How macht die GUS zu einem effektiven Ratgeber unabhängig vom eigenen Produkt…..Wir wollen mehr diskutieren und weniger präsentieren“, so lese ich in Ihrer Firmendarstellung. Was diskutieren Sie mit einem Unternehmer der Lebensmittelwirtschaft, der eine Software im Einsatz hat, mit der er besser Schrauben als Pralinen produzieren könnte?

E. Ziesche: Wir sprechen mit den Unternehmen über Geschäftsprozesse. Wenn das Unternehmen, das Pralinen produziert, Software im Einsatz hat, die besser zur Schraubenfertigung geeignet ist, so stellt das eine bizarre Situation dar, aber es ist dennoch völlig unabhängig, ob die Software geeignet oder nicht geeignet ist. Wenn wir sagen, wir diskutieren, dann meinen wir, mit dem Kunden über Geschäftsprozeese reden, Wir nehmen die Prozesse mit ihm zusammen auf, qualifizieren sie und versuchen, unter unternehmerisch spezifischen, Branchen und Subbranchen Aspekten eine Analyse vorzubereiten. Da spielt es gar keine Rolle, welche Software nachher zum Einsatz kommen soll. Wir nehmen alle Prozesse auf, die, die nicht mehr zum Einsatz kommen bis zu denen, die das Unternehmen nach vorne bringen. Aus dieser Melange bilden wir die Grundlage für die Implementierung.

Moderator: Herr Schildmacher (Modus), sie schütteln den Kopf, sind Sie mit der Melange nicht einverstanden?

M. Schildmacher: Doch, doch, völlig, so gehen wir auch vor.


Die wichtigsten Ziele des ERP-Einsatzes lassen sich in einem Satz zusammenfassen: „‚Schneller Zugriff‘ auf ‚bessere Informationen‘ um die ‚Geschäftsprozesse zu optimieren‘“.

Eine zentrale Rolle kommt hierbei dem Endanwender des Werkzeugs „ERP-Software“ zu: Schließlich ist der Anwender häufig Lieferant und fast immer Abnehmer der Daten und Informationen, die in der ERP-Lösung verarbeitet werden.

Bei der Auswahl einer ERP-Lösung zählen dann auch Aspekte wie die „Praktikabilität“ und „Ergonomie“ der ERP-Software mit zu den wichtigen Kriterien – wenn auch deutlich nach der „Funktionalität“ und der „Flexibilität“ der Software.

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Diese Priorisierung ist weitgehend nachvollziehbar, denn die ERP-Software benötigt einen bestimmten Funktionsumfang, um die gesuchte Unterstützung der Geschäftsprozesse zu bieten. Da Unternehmensstrukturen selten über einen längeren Zeitraum unverändert bleiben und sich die Geschäftprozesse mit der Zeit ändern, ist auch die Forderung nach hoher Flexibilität verständlich.

Gleichzeitig birgt aber die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen – nicht zuletzt auch getrieben durch immer umfassendere und leistungsfähigere ERP-Lösungen – erhebliche Herausforderungen für den Anwender: Mit den wachsenden Möglichkeiten geht eine deutlich steigende Komplexität der Software einher. Insbesondere neuen Mitarbeitern sowie „gelegentlichen Nutzern“ fällt da die Orientierung schwer.

So wundert es wenig, dass die Anwenderfreundlichkeit in der Vergangenheit nicht gerade zu den ausgesprochenen Stärken von ERP-Lösungen zählte. Tatsächlich gibt es hier seit Jahren eher mäßige Noten von den Anwendern, womit sich die „Ergonomie“ in die „steten Herausforderungen“ einreiht.

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Diese Kritik ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Anwender heute aus dem privaten Bereich ausgesprochen anwenderfreundliche, selbsterklärende Software gewohnt sind. Das kleine Kind, das intuitiv eine Smartphone-App richtig bedient, stellt sicherlich eine Referenz dar, von der ERP-Lösungen derzeit meist noch weit entfernt sind.

Ob nun getrieben durch die regelmäßige Kritik ihrer Kunden, angeregt durch das Vorbild vieler „App“lications oder schlicht aufgrund der Tatsache, dass die Effizienz des ERP-Einsatzes durch eine gute Ergonomie verstärkt zum Verkaufsargument wird: Die ERP-Hersteller nehmen die Usability ihrer Software offenbar zunehmend ernst.

Mit dem Ziel einer neuen „User Experience“ investieren sie verstärkt in neue Ansätze wie z.B.

  • eine benutzerzentrierte, rollenbasierte Oberflächengestaltung
  • Workflows zur besseren Anwenderführung und
  • „App“lifizierung komplexer Business Software

Und diese Anstrengungen scheinen sich auszuzahlen, denn Anwender mit modernen ERP-Lösungen auf aktuellem Release-Stand bewerten die Anwenderfreundlichkeit ihrer ERP-Lösung deutlich besser als Anwender mit älteren Software-Installationen.

usability

 

 


Ergebnis der Podiumsdiskussion auf der Cebit 2014

Moderation: Fritz Niehsen, FN Food & Nutrition Affairs,

Teilnehmer: Ekkehard Ziesche, GUS-Group, Wolfgang Schiek, SAP-Partner Innovabee, Martin Schildmacher, Microsoft-Partner Modus-Consult, Dr. Peter Schimitzek, CSB-System.

Generalist oder Spezialist
Ist eine branchenspezifische Business Software notwendig oder reicht ein Allround ERP-System über alle Branchen aus? Am Beispiel der Lebensmittelwirtschaft.

Moderator: Die Branche der Lebensmittelwirtschaft steht 2014 vor vielen Herausforderungen: E-Commerce, d. h. Onlinehandel mit Lebensmitteln, kundenfreundliche Logistik, Multichannel mit einer „intelligenten Verzahnung“, Kundenbindungs-Systeme. Das geht auch an die Adresse der IT im Unternehmen und an die IT-Anbieter. Darum die Fragestellung: Kann dieselbe Software wirklich die Fertigung eines Fensterrahmens genauso gut steuern wie die Produktion hochfeiner Schokolade? Wie lange muß die Lebensmittelwirtschaft, an der das Wohl eines jeden einzelnen hängt, sich durch Eigenentwicklungen von Software – was überhaupt nicht ihr Metier ist – noch selbst helfen, weil es keine zuverlässigen und ausreichend spezifischen Systeme gibt? Oder gibt es diese Systeme?Frage an Herr Schildmacher, Modus-Consult: Die Modus-Consult sitzt im größten Fettfleck Deutschlands. Sie versprechen auf Ihrer Webseite „ein Höchstmaß an Fach- und Branchenkenntnis“.

Braucht ein Unternehmen, das an einem Auftrag vier Monate arbeitet (vom Konstruktionsplan bis zum Zusammenbau) andere Informationsflüsse als jenes, dessen Produkt morgens produziert wird, gestern noch lebte und um 14 Uhr schon gegessen ist? Wenn ich Ihr Angebot im Internet sehe, ist Ihre Software auf beides vorbereitet. Wie verstehen Sie dann Branchenspezialist?

M. Schildmacher: Ohne Know How keine vernünftige Lösung. Microsoft Dynamics ist den kleinen und schnellen wie den langfristig größeren Prozessen gewachsen und der Berater für Food kennt die Wiegetechnik, Rezepturverwaltung, Qualitätsmanagement etc.

Moderator: Gut, wenn die Berater Know How haben, hat das auch die Software?

M. Schildmacher: Sicherlich, denn die Berater machen die Software, sie bringen die Anforderung aus dem Markt mit ins Haus und das schon mehr als 15 Jahre; so ist unsere spezielle Foodsoftware entstanden.

Moderator: Es gibt also mehrere Softwarelösungen bei Ihnen: einal Food, dann Möbel itc. Oder ist das doch e i n e Software?

M. Schildmacher: Die Software besteht aus einer Basis und darauf entwickelt sich aus den Anforderungen der Branche die Spezialsoftware.

Moderator: Das heißt, sie haben in der Software eine Rezeptur und damit machen Sie auch einen Möbelschrank?

M. Schildmacher: Nein, natürlich nicht. Dafür gibt es eine Stückliste, die sich von der Rezeptur unterscheidet und die entsprechende Informationen zurückliefert. Wir spezialisieren das auf die einzelnen Branchen.


unterstuetzte-mobilplattformenAuswertungen aus dem IT-Matchmaker der Trovarit zu 229 ERP-Lösungen zeigen, dass aktuell knapp zwei Drittel der untersuchten ERP-Produkte zumindest eine der am Markt vertretenen Mobil-Plattformen unterstützen. Mobile Computing etabliert sich demnach als Bestandteil von ERP-Lösungen und eine wachsende Anzahl ist für den mobilen Einsatz mit Smartphone oder Tablet aufgestellt.
Im Detail liegen die Windows Mobile-basierten Geräte mit deutlich über 50 Prozent vorne, gefolgt vom iPhone und iPad mit jeweils gut 30%. Die bei Smart-Phones und Tablets mittlerweile am weitesten verbreitete Plattform „Android“ wird dagegen nur von knapp 25 Prozent der Lösungen unterstützt. Insgesamt ist fast die Hälfte der „mobilen“ ERP-Lösungen auf eine Mobilplattform beschränkt (z.B. iOS oder Windows Mobile oder Android). Angesichts der Vielfalt an Endgeräten, die erfahrungsgemäß aus der weit verbreiteten Strategie des „Bring Your Own Device“ (BYOD) resultiert, kann man dies durchaus als relevante Einschränkungen der mobilen Nutzbarkeit betrachten. Die starke Präsenz der Windows Mobile Plattform hängt sicherlich zumindest zum Teil auch daran, dass sowohl Server- als auch Client-Technologien aus dem Hause Microsoft im ERP-Segment die mit Abstand am weitesten verbreiteten Plattformen darstellen. Immerhin unterstützen knapp 90% der ERP-Produkte einen Windows-Server und stolze 98,5% zumindest einen der Windows-Clients. Diese Asymmetrie zwischen den Technologien der Business-Software einerseits und den – oft durch persönliche Präferenzen bestimmten – Mobile Devices wirft derzeit noch Fragen bzgl. der „Mobility“ von ERP-Software auf.


Wann passt ein Informations-System für die Ernährungswirtschaft. „Wann wird ein Nahrungsmittel zur Delikatesse und wer ist es, der diesen Rang vergibt? fragt Richard Kägi, Foodscout bei Globus. Wie erkennt man das Beste des Guten? Sind es Verfügbarkeit, Preis, gar der Geschmack, die den Ausschlag geben? Wann ist ein Produkt so gut, so speziell, so unwiderstehlich, daß ……. Sie merken, worauf ich hinaus will. Gleich schwierig ist die Prozedur bei den ureigensten Produkten ihres Unternehmens, dort wo sie über die Kernkompetenz verfügen. Um wie viel schwieriger ist es bei dem Produkt Informations-Technologie (IT) das sich nicht kauen und schmecken läßt, keine sympathische Farbe hat, nicht gut riecht und nicht auf der Zunge zergeht. Lassen Sie sich deshalb hier einige „sensorische“ und „analytische“ Hinweise geben, Kriterien quasi, die sie auf dem Weg der Beurteilung ihres jetzigen System oder sogar des zukünftigen begleiten können. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie mussten und müssen – heute im verstärkten Maße – erkennen, dass die Optionen ihrer derzeitigen Unternehmenssoftware einfach nicht mehr ausreichen, um das Unternehmen optimal zu führen. Viele Systeme sind überaltert, nicht organisch mit dem Unternehmen gewachsen und entsprechen nicht mehr der heutigen Unternehmensstrategie. Trotz der sehr weit entwickelten Standardsoftware-Systeme ist die Entscheidung für eine neues branchenspezifisches ERP-System eine der komplexesten Investitionsentscheidungen. Denn immer bedeutet dies auch ein infrage stellen der bisherigen Organisation und Logistik. Man könnte annehmen, die gelehrte allgemeine Betriebswirtschaft impliziere auch die allgemeine Anwendung einer „betriebswirtschaftlichen“ Unternehmenssoftware. Was bedeutete, von der Automobilindustrie bis zum Zementwerk, vom Arzneimittelhersteller bis zum Wurstfabrikanten sei e i n e Unternehmenssoftware – ist sie denn „betriebswirtschaftlich“ – gleichermaßen anwendbar. Wenn auch jedem Verbraucher klar ist: Ei, Mehl, Milch und Zucker ergeben nicht die „Baugruppe“ für einen Pfannenkuchen und eine Glasscheibe, mehrere Metallrahmen, Griffe und Schrauben kann man nicht durch den Wolf drehen und in einen Mixer stecken und herauskommt ein fertiges Fenster. Der Begriff Nahrungsmittelproduktion und Ernährungsindustrie steht hier in diesem Beitrag gleichermaßen für pharmazeutische und chemische Produktion und Industrie. Der verwendete Begriff schließt alle Produktionszweige, in denen ein Separieren mit einem Aggregieren einander abwechseln oder ineinander übergehen, ein. Es sollten die Aspekte und Faktoren, die bei der Entscheidung für oder gegen ein System relevant sind, die aber mehr unbewusst als bewusst, mehr „weich“ als „hart“ auftreten und die Entscheidung beeinflussen in jedem Unternehmen beleuchtet werden. Die besondere Stellung der Nahrungsmittelproduktion provoziert die Frage: Passt das Unternehmen zur Software oder macht sie aus dem Betrieb ein anderes Unternehmen, das die Produktion besser von Schokolade auf Schrauben umstellen sollte? Oder muss die Frage lauten: Welche Software passt wirklich zum Unternehmen, damit sie mit Recht Unternehmenssoftware genannt werden kann? Die Entscheidung für ein System, das den komplexen Anforderungen der Lebensmittelbranche gerecht wird, ist das Finden einer Delikatesse und stellt genau wie diese nicht nur hohe Anforderungen an die Anbieter und Anwender sondern auch an die Schlüssigkeit, Konsequenz und strenge Beweiskraft des Managements bei Vorgehen und Verfahren. ….Aber sie ist keine Frage des Geschmacks. Wenn Sie erfahren wollen, wie namhafte Softwarehersteller, die sich Branchenspezialisten nennen, mit dem Problem umgehen, gibt Ihnen die Podiumsdiskussion auf der Cebit am Montag, dem 10. März 2014 auf dem ERP-Forum in Halle 5 die Gelegenheit. Ihre Meinung dazu würde mich auch interessieren.


Ist eine branchenspezifische Business Software notwendig, oder reicht ein Allround ERP-System über alle Branchen aus? Am Beispiel der Lebensmittelwirtschaft gehen ein Experte und vier Softwareanbieter der Frage nach: Generalist oder Spezialist, wieviel Branchenspezifikation braucht ein Softwaresystem, um für die Branche von nutzbringender Relevanz zu sein? Zum Beispiel unter folgenden aktuellen Aspekten: Die „Lebensmittelwirtschaft.org“ versteht sich als Informationsplattform und ‚Denkfabrik‘, sie ist Themen-Quelle und koordinierender Ansprechpartner…. (Ausschnitt aus den Zielsetzungen). Auf dieser Informationsplattform fehlt das Thema Informationstechnologie ganz, warum? Die Branche steht 2014 vor vielen neuen Herausforderungen: E-Commerce, kundenfreundliche Logistik, Multichannel mit einer „intelligenten Verzahnung“, Kundenbindungs-Programme. Geht das an der IT vorbei? Ist die IT nur ein Kostenfaktor oder auch ein Produktionsfaktor oder sogar der „Ermöglicher“? Kann dieselbe Software wirklich die Fertigung eines Fensterrahmens genauso gut steuern wie die Produktion hochfeiner Schokolade? Wie lange muß die Lebensmittelwirtschaft, an der das Wohl eines jeden einzelnen hängt, sich durch Eigenentwicklungen von Software – was überhaupt nicht ihr Metier ist – noch selbst helfen, weil es keine zuverlässigen und ausreichend spezifischen Systeme gibt? Diese Fragen sollen entlang der Prozesskette der modernen Lebensmittelwirtschaft im Kontext moderner Informationssysteme, der Sicherheit, Flexibilität und Zuverlässigkeit bei der Steuerung und dem Monitoring der Abläufe erörtert werden und was es auf sich hat mit

  • E-Commerce
  • Big Data
  • Bedienung aller Vertriebskanäle und Konditionen
  • Der Bewertung von Rohmaterial an unabhängigen Mengeneinheiten
  • Der Stückliste, die Rezeptur oder die Rezeptur, die Stückliste sein soll
  • Einem Artikel gemäß SINFOS-Standard
  • Einer 7-stufigen Adress-Struktur u. v. a. m.

Darüber hinaus stellt der Moderator die These auf: Durch den Einsatz Lebensmittel gerechter Software kann der Produktivitätsfaktor wesentlich erhöht und durch den Einsatz ungeeigneter Software erheblich beschädigt werden! Der Diskurs findet am Montag, dem 10. März, 13.00 auf dem ERP-Forum zur Cebit 2014 statt. Teilnehmer: Dr. Peter Schimitzek, Vorstandsvorsitzender CSB-System AG, Geilenkirchen Ekkehard Ziesche, Geschäftsführer Food & Logistik, GUS GROUP, Köln Martin Schildmacher, Vorstand Modus Consult AG, Gütersloh Wolfgang Schiek, Manager Sales and Marketing, Innovabee GmbH, Waiblingen Moderation: Fritz Niehsen, Food & Nutrition Unternehmensberatung


Fakten und Expertenwissen bilden die Basis für das Programm der ERP-Area zur CeBIT 2014, auch wenn es um den zukünftigen Einsatz von ERP-Software in den Unternehmen geht. Die Macher des ERP-Area Blogs wurden auch zur CeBIT 2014 wieder von der Deutschen Messe mit der Organisation des ERP Forums und der Guided Tours beauftragt. Über allem steht das Motto „ERP 2020: ERP der Zukunft – Zukunft des ERP“, d.h. in allen Vorträgen, Diskussionen und Systempräsentationen geht es immer auch um die Frage, wie sich ERP-Einsatz und Lösungsangebot in den nächsten Jahren entwickeln werden. Dazu müssen unsere Referenten und Experten gar keine Hellseher sein! Denn aktuelle Studien, z.B. die Befragung des VDMA im Rahmen der Initiative „ERP 2020“, lassen schon heute die Trends erkennen, die morgen den Einsatz von ERP-Software in den Unternehmen bestimmen werden. Zu den wichtigsten zählen mehr Mobilität, Benutzerfreundlichkeit und Konnektivität. Am Dienstag lautet das Tagesthema des ERP-Forums „Mobile Solutions – Business auf allen Kanälen“. Damit wird einer der Treiber neuer Entwicklungen in der Business Software Branche in den Fokus gerückt. Mit modernen Smartphones, Tablets und Handhelds entstehen immer mehr verschiedene Kommunikationswege. Mobile Lösungen sind quasi ständig verfüg- und einsetzbar, erlauben einen schnellen und effizienten Informationsaustausch und können die interne und externe Kommunikation erheblich erleichtern. Welche Chancen und welche Herausforderungen sich insbesondere im Bereich der Business Software aus diesen Entwicklungen ergeben, beleuchten die Vorträge an diesem Tag. Bei den ERP-Vergleichen wird live auf der Bühne die gesamte Auftragsabwicklung zur Bestellung, Produktion und Lieferung der „Gütebox“ in den ERP-Systemen nachvollzogen. Jeweils zwei Anbieter stellen sich den fünf „Szenen“, von der Einrichtung eines Zugangs zum ERP-System für den Kunden, über die Anpassung der Datenstruktur des Auftrags und die verteilte Produktion bis hin zur Lieferung ins Ausland. Konzipiert wird der Live-Vergleich von der Gesellschaft zur Prüfung von Software mbH aus Ulm. Ein Servicefall steht im Mittelpunkt der Guided Tours „ERP 2020“, die in Zusammenarbeit mit dem VDMA organisiert und durchgeführt werden. Mit der Live-Präsentaton am System zeigen die Aussteller den Besuchern neben der funktionalen Erfüllung der Anforderungen auch, wie die Bedienoberflächen hinsichtlich Ergonomie und Nutzerfreundlichkeit gestaltet sind. Die Guided Tours werden auch zu weiteren Themen, wie z.B. ECM/Dokumentenmanagement und Business Intelligence angeboten.