Digitalisierung mit mehr Besonnenheit

software markt 02/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

horizontale Integration, vertikale Integration, Datenaustausch über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg, Vernetzung von Mensch und Maschine – der Nutzen der Digitalisierung für Effizienz, Transparenz und Innovation sind unumstritten und hat zunehmend Auswirkungen auf die Unternehmenspraxis. Immer mehr Geschäftsprozesse werden mit Software unterstützt, also digitalisiert. Das macht sich heute schon beim Einsatz von Business Software bemerkbar und spiegelt sich in den Investitionsplanungen wider. 

Nach der Euphorie der vergangenen Jahre ist allerdings mittlerweile wenn auch kein „Katzenjammer“, so doch etwas mehr Besonnenheit im Umgang mit dem Thema Digitalisierung zu spüren. Erfolgreiche Umsetzungen der digitalen Vorreiter machen zwar immer noch die Runde, aber immer häufiger wird auch über Projekte berichtet, bei denen die angestrebten Verbesserungen in puncto Effizienz und Transparenz nicht erreicht wurden. Erfolge wie Misserfolge machen bei genauerer Betrachtung deutlich, dass Digitalisierung, wie wir sie heute verstehen müssen, nicht allein der Einsatz von zusätzlicher Business Software ist, sondern ein tiefgreifender Wandel, der neben der IT-Infrastruktur auch die Prozesse und Geschäftsmodelle erfasst.

Dafür, wie diese „Digitale Transformation“ am besten umgesetzt wird, gibt es kein Standardrezept. Sie findet in „disruptiven“ Veränderungen von Märkten und Geschäftsmodellen, in neuen Produkten, in der Neugestaltung der Arbeitswelt und dem Management des Wandels in den Köpfen von Führungskräften und Mitarbeitern ihren Niederschlag. Vor allem muss sie aber auch vor dem Hintergrund der eigenen Strukturen, der individuellen Aufgabenstellungen und Zielmärkte und insbesondere auch der strategischen Ziele beantwortet werden.

Denkanstöße, Rat und konkrete Hilfestellung finden Verantwortliche auf den zwei großen Frühjahrsevents CeBIT und Hannover Messe, die beide ganz im Zeichen der Digitalisierung bzw. der Industrie 4.0 stehen. Wie immer hat unser Redaktionsteam einige Highlights des Messe- und Vortragsprogramms für Sie zusammengestellt.  Und natürlich setzen sich auch die Fachbeiträge dieser Ausgabe mit den verschiedenen Aspekten der Digitalisierung auseinander. 

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und würde mich freuen, Sie in Hannover zu treffen!

Ihr
Karsten Sontow

 
Fachartikel

Digitalisierungsimpulse durch MES-Werkzeuge
MES-Werkzeuge digitalisieren die Auftragsabwicklung der Produktion
Autor: Dr. Hans-Hermann Wiendahl, Andreas Kluth, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart
Erschienen: software markt 02/2017
Schlagworte: Digitalisierung, Fertigungssteuerung, Industrie 4.0, Manufacturing Execution Systems (MES)
Ein dynamisches Umfeld zwingt die Unternehmen, ihre Prozesse und Strukturen ständig zu verbessern. Einen bekannten Ansatzpunkt hierzu bilden MES-Werkzeuge, die vor allem auf integrierte und transparente Produktionsprozesse ausgerichtet sind. Unter dem Stichwort Industrie 4.0 werden seit einiger Zeit Ansätze diskutiert, die auf eine Digitalisierung der Auftragsabwicklung zielen. Nach einer inhaltlichen Einführung stellt der Beitrag Digitalisierungs­impulse im MES-Kontext vor.
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Mehr Wissen im Zugriff oder nur lästiger Dokumentationsaufwand?
Einführung und Optimierung von Knowledge Management
Autor: Ullrike Buhl, FCS Consulting GmbH
Erschienen: software markt 02/2017
Schlagworte: Knowledge Management, Wissensmanagement
Zusatzinformationen: Auch als Vortrag zur CeBIT 2017 (Video): www.erp-park.de/buhl-jaskotka-knowledge-management/
Jedes Unternehmen ist sich bewusst, dass ein großer Teil des Wissens für die Allgemeinheit eher nicht oder nur mit Aufwand bzw. durch Zufall erreichbar ist, obwohl es in vielen Situationen sehr hilfreich und wertvoll wäre. Warum ist das so? Und warum wird das nicht einfach mal geändert?
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Dynamics 365 und Dynamics CRM – Wohin geht die Reise?
Autor: Ralf Klatt, Trovarit AG
Erschienen: IT-Matchmaker.guide Microsoft Dynamics 2017
Schlagworte: Customer Relationship Management (CRM), Dynamics 365, Microsoft Dynamics, Microsoft Dynamics CRM
„Die Katze ist aus dem Sack!“ – Das auf der diesjährigen weltweiten Partnerkonferenz angekündigte Microsoft Dynamics 365 ist seit Anfang November verfügbar. Das heißt nicht, dass jetzt alle Fragen der letzten Monate beantwortet sind. Manch ein Marktteilnehmer fragt sich, wie sich die einzelnen bisher bekannten Lösungen innerhalb des großen Ganzen wiederfinden.
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Digitalisierung will weniger Software
Hochintegrierte Softwaremodule sichern die Datenkette
Autor: Dipl.-Ing. Peter Rösch, Rösch Unternehmensberatung
Erschienen: software markt 02/2017
Schlagworte: Datenqualität, Digitalisierung, Schnittstellenmanagement, Software Integration
Digitalisierung ist der Aufbruch in eine neue Zeit und hochintegrierte Softwaremodule lassen sie Wirklichkeit werden. Neue Geschäftsmodelle,spontane, kollaborative Arbeitsweisen bestimmen die künftige Arbeitswelt in den Unternehmen und mit den Kunden. All diese Neuerungen brauchen Software. Es bleibt aber keine Zeit einzelne Softwaremodule über Schnittstellen miteinander zu verbinden. Das permanente Zusammenwirken der Software für alle Prozesse ist gefragt. Der kontinuierliche Weg mit neuen Arbeitsweisen der Digitalisierung duldet keine Zeitfenster für Schnittstellen und Batchverarbeitung. Sie will Daten in Echtzeit verarbeiten.
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Enterprise Resource Planning im Kontext von Industrie 4.0
Autor: Jan Meißner, Jan Reschke, Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen e.V., Dr. Karsten Sontow, Trovarit AG
Erschienen: software markt 02/2017
Schlagworte: Digitale Transformation, Digitalisierung, ERP, Industrie 4.0, Smart Services
Im Zuge von Internet of Things (IoT), Industrie 4.0 sowie den Smart Service Entwicklungen muss die ERPSystemlandschaft zunehmend eine frei skalierbare betriebliche Anwendung darstellen und über eine hohe Agilität verfügen. Denn so werden Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Geschäftsprozesse schnell, flexibel und fehlerfrei an veränderte Marktbedingungen anzupassen und so Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
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