Schon bevor die Messe heute abend ihre Tore schließt, kann die Trovarit AG ein positives Resümee ihres Auftritts ziehen.

Viele Fachbesucher besuchten den Stand in Halle 4, um sich über die Produkte der Trovarit zu informieren.

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Die Trovarit bietet Werkzeuge und Services rund um Business Software-Projekte (z.B. ERP, CRM, ECM/DMS, BI etc.), egal, ob es sich um die Optimierung der bestehenden Software-Landschaft, deren Ausbau oder die Auswahl von passenden Software-Lösungen handelt.

Die Guided Tours, die längst als fester Bestandteil des Rahmenprogramms von IT & Business, CRM-expo und DMS-EXPO etabliert sind, wurden zu denn Themen ERP, CRM, DMS und – neu in diesem Jahr – Finance & Controlling durchgeführt. Die CRM-Tour am Donnerstag war so gut besucht, dass die Gruppe geteilt werden musste, um allen Teilnehmern ein gute Sicht auf die Präsentationen der CRM-Aussteller zu ermöglichen.

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Trovarit war auch auf den Fachforen mit mehreren Vorträgen und bei Podiumsdiskussionen vertreten. Dr. Karsten Sontow, Vorstand der Trovarit AG, präsentierte am Mittwoch auf dem Business-Forum der IT & Business die Ergebnisse der Studie „ERP in der Praxis 2014/15: Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven.“ Wer den Vortrag verpasst hat, findet die Vortragsfolien zum kostenlosen Download unter: www.trovarit.com/erp-praxis

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Die Branchenausrichtung der Anbieter stellt ein wesentliches Kriterium für die Auswahl eines geeigneten ERP / PPS Systems dar. Schon bei der Betrachtung der Merkmale Fertigungsart und  -prinzip lassen sich unterschiedliche branchenspezifische Ausprägungen erkennen. Beispielsweise wird beim Maschinenbau und Anlagenbau oft die Einzelfertigung nach dem Werkstattprinzip angewendet. Branchenübliche Phänomene wie „Wachsende Stücklisten“ dominieren die Logik der Auftragsabwicklung. Im Automobilbau dagegen wird häufig die Linienfertigung als variantenreiche Serienfertigung organisiert. Hier ist z.B. der Lieferabruf mit Fortschrittszahlen kennzeichnend für die Branche.
Die Funktionalitäten eines ERP / PPS Systems müssen entsprechend auf die Anforderungen einer Branche ausgerichtet sein, um die notwendige Unterstützung der Geschäftsprozesse zu bewerkstelligen. Man spricht in diesem Fall von „Vertikalisierung“ i.S.d. Spezialisierung auf Branchen. Dabei haben sich im Laufe der letzten 30 Jahre grundlegend unterschiedliche Marktpositionen entwickelt. Das Bild zeigt am Beispiel von ca. 50 ERP-Systemen, wie sich derzeit die Positionierung der ERP-Produkte im Markt darstellt (Die aktuelle Ausgabe des Marktspiegels Business Software ERP / PPS analysiert insgesamt 460 Lösungen, die auf dem deutschsprachigen Markt verfügbar sind!). Ganz grob formuliert finden sich im ERP-Markt:

  • „Funktionsspezialisten“, die sich auf ein schmales Funktions- und ein breites Branchenspektrum konzentrieren – hierbei handelt es sich oft um Anbieter im Bereich Finanzen, Personalwesen und/oder kaufmännische Auftragsabwicklung.
  • „Branchenspezialisten“, die in ihrer ERP Lösung ein mehr oder weniger umfassendes Funktionsspektrum abdecken, das sehr genau auf die Belange einer klar abgegrenzten Branche zugeschnitten ist.
  • „Generalisten“, die sowohl ein breites Funktions- als auch ein breites Branchenspektrum abdecken – hierbei handelt es sich vor allem um die großen, bekannten ERP-Marken

    Bei den Generalisten beobachtet man zwei unterschiedliche Produktstrategien bzw. -typen:

  • Das „Funktionswarenhaus“, dessen Standardfunktionsumfang sowohl in der Breite als auch in der Ausprägung branchenspezifischer Varianten tatsächlich nahezu alle denkbaren ERP-Funktionen bietet, die je nach Bedarf im konkreten Fall aktiviert bzw. deaktiviert werden. Diesem Typ ist u.a. SAP ERP zuzuordnen.
  • Die „Plain Vanilla“, deren Standardfunktionsumfang zwar breit angelegt ist, aber zunächst bewusst auf viele branchenspezifische Funktionsausprägungen verzichtet. Die branchenspezifische Ausprägung wird erst durch entsprechend fokussierte Vertriebspartner ergänzt, die mit eigenen „Add-Ons“ auf der schlanken, relativ flexiblen ERP-Basis aufsetzen. Diesem Typ ist u.a. Microsoft Dynamics NAV (ehem. Navision) zuzuordnen.

Beide Typen haben Vor- und Nachteile für den ERP Anwender: Im Fall des „Funktionswarenhauses“ sind zwar meist alle notwendigen Funktionen vorhanden, so dass die bei der Anpassungsprogrammierung üblichen Entwicklungsrisiken und  Aufwände deutlich begrenzt werden. Allerdings liegt in der bedarfsgerechten Parametrisierung und Konfiguration der Software eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, die intimste Kenntnisse über das gesamte Funktionsspektrum der Software erfordert und nicht selten erheblichen Aufwand mit sich bringt. Darüber hinaus zollt der Anwender der Funktionsvielfalt dahingehend Tribut, dass zur Steuerung der komplexen Software eine extrem starke Strukturierung der Abläufe sowie Eingaben erforderlich ist, die die Anwenderfreundlichkeit der Software belasten kann. Im Fall der „Plain Vanilla“ dagegen fallen diese Probleme weniger an. Allerdings steigen hier wieder die bei der Anpassungsprogrammierung üblichen Entwicklungsrisiken und –Aufwände. Gleichzeitig hängt das jeweils umgesetzte Funktionsspektrum hier sehr viel stärker vom jeweiligen Implementierungspartner ab. Im schlechtesten Fall verführt die Flexibilität den Anwender zu so umfassenden Anpassungen, dass von der Flexibilität nicht mehr viel übrig bleibt und sowohl die Performance als auch die Release-Fähigkeit der ERP-Installation auf der Strecke bleiben.


Von einer neuen bzw. modernisierten ERP/PPS-Lösung erwarten die Unternehmen vor allem Unterstützung für schnellere und effizientere Unternehmensprozesse. Dabei geht es nicht nur darum, die richtigen Informationen wie in einer „gläsernen Fabrik“ vorliegen zu haben, sondern diese Informationen auch in „Echtzeit“ in den Planungs- und Steuerungsprozessen verwenden zu können. Einen zentralen Aspekt stellt dabei vermehrt die vertikale Integration der Planungsebenen von der Ressourcengrobplanung bis zur Feinplanung und -steuerung dar. Vor dem Hintergrund der Komplexität der Auftragsabwicklungsprozesse in produzierenden Unternehmen einerseits und der meist langen Nutzungsdauer andererseits, sollte die Investition in eine ERP/PPS Lösung jedoch von Anfang an auf eine solide Grundlage gestellt werden. Orientierung als Herausforderung Und das ist gar nicht so einfach: Ganz abgesehen davon, dass die meisten Unternehmen wenig bis keine Erfahrung mit der Auswahl einer ERP/PPS-Lösung haben, spielen viele interne Aspekte (Strategie, Unternehmenspolitik, Funktionalität, Budget, Ausgangslage etc.) in die Entscheidung hinein. Hinzu kommt, dass auch die andere Seite – der Markt für ERP/PPS Software – einige Herausforderungen bereithält. Schon die schiere Zahl der am Markt angebotenen Lösungen (vgl. www.erp-matchmaker.com) erschwert die Auswahl. Hinzu kommt, dass die verschiedensten Hypes und Modeworte durch Fachzeitschriften und Produktinformationen geistern, so dass es immer schwieriger wird, echte Innovationen und für das eigene Unternehmen passende Konzepte herauszufiltern. Guided Tours: Vier ERP/PPS-Lösungen im direkten Vergleich Erste Eindrücke von vielen relevanten ERP/PPS-Lösungen können Besucher der Fachmesse IT & Business (24.-26.09) in Stuttgart sammeln. Wer schon etwas tiefer „ins Eingemachte“ der ERP/PPS-Lösungen gucken möchte, sollte an einer der Guided Tours teilnehmen, die Trovarit als kostenlosen Service der Messe organisiert. Bei den Guided Tours zeigen die besuchten Aussteller nämlich live, wie ein typischer (vorgegebener) Geschäftsprozess mit ihrer Lösung bearbeitet wird. Die Messebesucher erhalten so einen Einblick in die verschiedenen Herangehensweisen von ERP-Lösungen bzw. –Anbietern und können sie direkt miteinander vergleichen. Folgende „Stationen“ werden bei den Guided Tours zum Thema ERP angelaufen (jeweils vier Stationen pro Tour):

  • ALPHA Business Solutions AG (proALPHA)
  • ams.Solution AG (ams.erp)
  • COSMO CONSULT (cc|project, cc|auftragsfertigung)
  • ITML GmbH (SAP Business All-in-One)
  • Planat GmbH (FEPA)
  • PSIPENTA GmbH (PSIpenta)

Die Teilnahme ist für Messebesucher kostenlos!