| Editorial | |||||||||||||||||||||||||||||||
Liebe Leser, erneut neigt sich für den Software-Markt ein spannendes Jahr dem Ende entgegen. Bleibenden Eindruck wird sicherlich das gute Investitionsklima hinterlassen. So verzeichneten die Software-Anbieter nun zum dritten Mal in Folge ein deutliches Auftragswachstum (+6,0% lt. BITKOM 10/2007). Auch die fast schon üblichen Übernahmen gehörten auch in diesem Jahr zum Bild des Marktes, wobei 2007 vor allem der BI-Markt und der Markt für Dokumentenmangement betroffen war. Besonders positiv: Erstmals seit langer Zeit trübt keine Insolvenz mehr das Bild. Für die Trovarit AG war das Jahr 2007 in mehrerer Hinsicht ein Meilenstein. Mit "IT-Matchmaker light" wurde ein neuer Service eingeführt, der das IT-Matchmaking für einen deutlich größeren Themen- und Teilnehmerkreis öffnet. Bereits knapp 400 Unternehmen haben mit "IT-Matchmaker light" eine neue Software-Lösung recherchiert. Noch beeindruckender ist die Bilanz im Bereich des "IT-Matchmaker professional": Das ausgeschriebene Investitionsvolumen konnte gegenüber dem Vorjahr auf fast 60 Millionen EURO mehr als verdoppelt werden! An dieser Stelle manifestiert sich der seit geraumer Zeit zu beobachtende Trend, dass Unternehmen ihre Software-Investitionen deutlich professioneller vorbereiten als dies in der Vergangenheit üblich war. Sicherlich nicht nur wir fragen uns zum Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres: Was bringt das Jahr 2008 dem Markt für Business Software? Der IT-Branchenverband Bitkom e.V. prognostiziert für 2008 erneut ein Wachstum des Software-Marktes von ca. 5,8%. Ein guter Teil dieser Investitionen entfällt wohl auf die grundlegende Modernisierung von ERP-Installationen, die vor der Jahrtausendwende eingeführt wurden. Darüber hinaus erweitern viele Unternehmen ihre Software-Infrastruktur gezielt um Module u.a. im Bereich CRM, MIS, BI und Dokumentenmanagement. Damit werden sich die Software-Anbieter auch 2008 über gut gefüllte Auftragsbücher freuen können. Auf die Anwender kommt dagegen zunächst einmal viel Arbeit zu, bevor sie von ihren neuen Software-Lösungen profitieren können. Die aktuelle Ausgabe der "software-markt" bietet dem Leser daher eine Vielzahl von Fachbeiträgen, Marktstudien, Experten-Tipps und Erfahrungen aus Projektbeispielen. Vor diesem Hintergrund wünsche ich allen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Lesen, ein frohes Fest und ein erfolgreiches Neues Jahr. Vor allem wünsche ich aber ein wenig Besinnung und Erholung damit die anstehenden Aufgaben mit neuem Schwung angegangen werden können!
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| Fachartikel | |||||||||||||||||||||||||||||||
Viel Aufmerksamkeit im Markt für Business Applications bekam in den letzten Jahren das Thema Product Lifecycle Management (PLM). Die wachsende Bedeutung von PLM zeigt sich auch daran, dass die weltweiten Investitionen in PLM-Lösungen innerhalb eines Jahres von 18 Milliarden US-Dollar (2005) auf 20,1 Milliarden US-Dollar (2006) gestiegen sind. Mit dem PLM-Markt ist auch die Zahl der PLM-Anbieter deutlich gewachsen: Am deutschsprachigen Markt sind derzeit mehr als 50 Software-Anbieter vertreten, deren Leistungsschwerpunkte im PLM-Umfeld anzusiedeln sind.
Es ist an der Zeit, dass KMU für statistische Auswertungen von Excel Abschied nehmen und statt dessen - im Interesse des Unternehmens - auf Business-Intelligence-Lösungen setzen. Und zu vergessen ist der mittlerweile falsche Vorwand, solcherart Software sei für KMU zu teuer. Denn heute bietet der Markt preisattraktive Angebote, die auch für KMU sehr gut machbar sind.
Der folgende Beitrag stellt ein neuartiges IT-System für die Unterstützung des Prozessorientierten Wissensmanagements vor und beleuchtet den Nutzen aus Sicht der Praxis. Das beschriebene IT-System ProWim ist Ergebnis eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten und vom FIR koordinierten Projektes "WivU - Wissensmanagement in virtuellen Unternehmen zur Effizienzsteigerung des Service". Das IT-System ProWim wurde im Rahmen des Projektes von mehreren Unternehmen umgesetzt und evaluiert. FIR und Ebcot bieten gemeinsam das ProWim-System sowie die entsprechende Beratung zur Einführung eines prozessorientierten Wissensmanagements an.
E-Mail ist heute in Unternehmen ein nicht mehr wegzudenkendes Hilfsmittel für die Kommunikation, Führung und Steuerung der Arbeitsprozesse. Im Kontrast zur großen Bedeutung steht aber die Tatsache, dass die Verantwortlichkeiten und die Strategien rund um den Einsatz und die Nutzung von E-Mail weitgehend unklar sind. Im besten Fall kann man von Partialstrategien sprechen. Im Rahmen einer Studie hat die i2s research im Jahr 2002 eine Bestandsaufnahme zum Thema "Einsatz und Umgang von Electronic Mail" durchgeführt, deren Ergebnisse auch heutzutage noch weitgehend Gültigkeit haben.
Die Elektronische Rechnungseingangsbearbeitung (Invoicing) verspricht hohe Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne bei den mit eingehenden Rechnungen befassten Prozessen. Es gilt, "beim Bezahlen zu sparen", mittels einer schnelleren Bearbeitung von papierbasierten und elektronischen Rechnungen durch Digitalisierung und Automation. Das heterogene Angebot an Softwaresystemen am Markt erzwingt aber eine genaue Anforderungsanalyse, um die angestrebten Ziele verwirklichen zu können. | |||||||||||||||||||||||||||||||