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software markt 12/2004

 

  Editorial

 

Liebe Leser, 

ein spannendes Jahr 2004 neigt sich dem Ende entgegen. Im Software-Markt prägten einige spektakuläre Übernahmen das Bild (Agilisys übernimmt infor, Varial und Blending; Oracle kauft nach wahrer Übernahmeschlacht Peoplesoft). Gleichzeitig verzeichneten die Software-Anbieter ein deutliches Auftragswachstum.

Sicherlich nicht nur wir fragen uns zum Abschluss eines recht erfolgreichen Jahres: Was bringt das Jahr 2005 dem Markt für Business Software?

Der IT-Branchenverband Bitkom e.V. prognostiziert für 2005 ein Wachstum des Software-Marktes von ca. 5,6%. Angesichts der Investitionszurückhaltung der letzten Jahre sollte der Markt für Business Software zumindest anteilig an diesem Wachstum teilhaben. Schließlich ergab die Anwenderstudie der Trovarit AG ein durchschnittliches Alter der Software-Installationen von nahezu 5,0 Jahren. Angesichts relativ alter Technologien wurde bei vielen Software-Installationen nicht zuletzt die fehlende Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und die eingeschränkte Unterstützung der aktuellen Geschäftsprozesse bemängelt.

Der Handlungsbedarf äußert sich in konkreten Investitionsabsichten, die knapp 1.500 deutsche Unternehmen zu Protokoll gegeben haben: So plant nahezu die Hälfte der größeren Unternehmen (> 1.000 Mitarbeiter) nennenswerte Software-Investitionen während bei den kleineren Unternehmen (< 50 Mitarbeiter) immerhin noch rund 40% die Anschaffung von Business Software planen. Dabei stehen bei 7,0% bis 8,5% der Unternehmen klassische ERP-Module (FiBu, WWS, PPS) auf der Tagesordnung. Die "Renner" des Jahres werden aber wohl Software-Lösungen für CRM (ca. 16,0%) sowie Lösungen für das Controlling und Business Intelligence (ca. 12,0%). Offensichtlich sind Transparenz und Kundenorientierung die Gebote der Stunde.

Damit werden sich 2005 die Software-Anbieter erneut über vollere Auftragsbücher freuen. Auf die Anwender kommt dagegen zunächst einmal viel Arbeit zu, bevor sie von ihrer neuen Software-Infrastruktur profitieren können.

Vor diesem Hintergrund wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Fest und ein erfolgreiches Neues Jahr. Vor allem wünsche ich aber ein wenig Besinnung und Erholung damit die anstehenden Aufgaben mit neuem Schwung angegangen werden können!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

 


Karsten Sontow

 

  Fachartikel
Autor: Dr. Karsten Sontow, Trovarit AG
Erschienen: Produktion, (2004)44
Dateigröße: 114,29 kB

Viele Unternehmen stehen vor einem Neu-Invest in Sachen Unternehmenssoftware. Die Trovarit AG kann bei der Auswahl eines Systems auf Basis ihrer Anwenderzufriedenheitsstudie Tipps liefern.
Autor: Dr. Karsten Sontow, Trovarit AG
Erschienen: Produktion, (2004)47
Dateigröße: 120,20 kB

Automobilhersteller und Zulieferer beurteilen ihre ERP-Lösungen deutlich kritischer als der Durchschnitt der deutschen Wirtschaft. So die Analyse von 120 ERP-Projekten im Rahmen der Trovarit-ERP-Zufriedenheitsstudie. Im Gegensatz zu anderen Branchen schneiden dabei ERP-Lösungen relativ gut ab, die vor allem bei mittleren und größeren Unternehmen eingesetzt werden. Neben horizontalen Lösungen wie SAP R/3, die in vielen Branchen eingesetzt werden, finden sich hier mit FOSS (Fa. Ordat GmbH) und XPPS (ehem. Brain AG, heute Agilisys Automotive GmbH) ERP-Pakete, bei denen die Automobilindustrie einen großen Anteil der Kunden stellt.