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software markt 11/2006

 

  Editorial

 

 

Liebe Leser,

erneut neigt sich für den Software-Markt ein spannendes Jahr dem Ende entgegen. Die fast schon üblichen Übernahmen gehörten auch in diesem Jahr zum Bild des Marktes und mit der Insolvenz der Semiramis Software AG gab es auch wieder negative Schlagzeilen, die ja zuletzt etwas seltener vorkamen. Gleichzeitig verzeichneten die Software-Anbieter erneut ein deutliches Auftragswachstum (+5,5% lt. BITKOM 09/2006). Gerade die letzten Wochen des Jahres sind noch einmal durch hektische Aktivitäten gekennzeichnet: Nach intensiven Analysen und Verhandlungen werden derzeit in vielen Unternehmen Verträge über die Einführung einer neuen Software-Lösung unterzeichnet, andere stehen dagegen unmittelbar vor dem Produktivstart zum Beginn des Jahres 2007.

 

Erneut für Aufsehen und viele konstruktive Diskussionen im ERP-Markt hat die Studie "Anwenderzufriedenheit ERP/Business Software 2006" gesorgt, für deren Unterstützung sich die Trovarit AG bei allen Mitwirkenden noch einmal herzlich bedankt. Fast 4.000 Teilnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz belegen, dass sich die Studie hervorragend etabliert hat (vgl. www.erp-z.de).

Sicherlich nicht nur wir fragen uns zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres: Was bringt das Jahr 2007 dem Markt für Business Software?

Der IT-Branchenverband Bitkom e.V. prognostiziert für 2007 erneut ein Wachstum des Software-Marktes von ca. 5,7%. Viele der mehr als 2.200 deutschen Unternehmen, die im Rahmen der Zufriedenheitsstudie befragt wurden, geben konkrete Investitionsabsichten zu Protokoll: Die "Renner" des Jahres werden aber wohl wiederum Software-Lösungen für CRM (ca. 9,9%) sowie vor allem für den Bereich des Dokumentenmanagements (ca. 13,9%). Offensichtlich sind Transparenz, Effizienz und Kundenorientierung nach wie vor das Gebot der Stunde.

Damit werden sich die Software-Anbieter auch 2007 über gut gefüllte Auftragsbücher freuen können. Auf die Anwender kommt dagegen zunächst einmal viel Arbeit zu, bevor sie von ihren neuen Software-Lösungen profitieren können. Die aktuelle Ausgabe der "software-markt" bietet dem Leser daher eine Vielzahl von Fachbeiträgen, Marktstudien, Experten-Tipps und Erfahrungen aus Projektbeispielen.

Vor diesem Hintergrund wünsche ich allen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Lesen, ein frohes Fest und ein erfolgreiches Neues Jahr. Vor allem wünsche ich aber ein wenig Besinnung und Erholung damit die anstehenden Aufgaben mit neuem Schwung angegangen werden können!


Karsten Sontow

 

 

  Fachartikel
Autor: Frank Niemann, COMPUTERWOCHE
Erschienen: COMPUTERWOCHE 30/2006
Dateigröße: 394,97 kB

Zufriedenheit drückt sich bei den Anwendern von Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) ganz unterschiedlich aus, doch in wichtigen Punkten stimmen sie überein: Die Softwarepakete sollten flexibler und benutzerfreundlicher sein. Dies ist ein Ergebnis der diesjährigen Auflage der Studie "ERP-Zufriedenheit Deutschland 2006" (http://www.erp-z.de) der Trovarit AG in Kooperation mit der COMPUTERWOCHE. Ebenfalls kritisiert wurden funktionale Schwächen, Schnittstellenprobleme und die aufwändige Stammdatenpflege. Am meisten mangelt es Benutzern an Funktionen zur Auswertung von Geschäftsdaten und deren Darstellung in Formularen.
Autor: Martin Böhn, Business Application Research Center (BARC) GmbH
Erschienen: software-markt (11/2006)
Dateigröße: 294,38 kB

IT-Projekte werden bei der Budgetierung oft auf die Lizenzkosten der Software sowie auf die Anschaffungskosten einiger Server reduziert. Um eine realistische Nutzen-Kosten-Einschätzung durchführen zu können, muss eine langfristige Betrachtung der verschiedenen Einflussgrößen und deren Entwicklung im Zeitverlauf vorgenommen werden. Der Ansatz der Total Cost of Ownership verfolgt dieses Ziel. Die Grundlagen für einen erfolgreichen Systemeinsatz werden jedoch in der Softwareauswahl gelegt.
Autor: Werner Schmid, GPS Gesellschaft zur Prüfung von Software mbH, Ulm
Erschienen: software-markt (11/2006)
Dateigröße: 221,49 kB

An der Nahtstelle zwischen der Warenwirtschaft und der Finanzbuchhaltung treten "natürliche" Wissenslücken auf: Die einen kümmern sich nur um die Logistik, die anderen um die Buchhaltung. Die korrekte Zuordnung, welcher Vorgang als Ergebnis eines wertschöpfenden Prozesses mit welchem Betrag auf welches Konto im Soll und Haben gebucht wird, zeigt jetzt der GPS SoftwareAtlas 4.0.
Autor: Jörg Herkommer, Hartmut Zeeb, Zeeb Kommunikation
Erschienen: software-markt (11/2006)
Dateigröße: 291,25 kB

Unterstützt von Beratern der Ingenics AG, wählte die auf die Fertigung von Möbelbeschlägen und Baugruppen für Fahrzeugsitze spezialisierte HETAL-Werke Franz Hettich GmbH & Co. KG die Bielefelder itelligence AG als ERP- und SAP-Beratungs- und Implementierungspartner. Mit Abschluss der ersten Phase der mehrstufigen Komplett-Einführung der mySAP Business Suite konnten Vertrieb, Produktion und Verwaltung mit der mySAP Business Suite arbeiten. Das neue IT-Komplett-System löste eine ganze Reihe von IT-Insellösungen in verschiedenen Unternehmensbereichen ab. Ergänzt wird die Lösung durch die Einführung von Customer Relationship Management (CRM) und den CAD-Systemen CATIA für den Automobilbereich sowie SolidWorks für den Möbelbereich.
Autor: Rolf Kipp, Trovarit AG; Ute Mussbach-Winter und Dr.-Ing. Hans-Hermann Wiendahl, Fraunhofer IPA
Erschienen: openautomation 4/06
Dateigröße: 1.020,80 kB

Der Begriff MES (Manufacturing Execution System) bezeichnet Software-Lösungen, die produzierende Unternehmen bei der Optimierung der Produktion unterstützen. Er löst damit früher verwendete Begriffe wie Werkstattsteuerungslösung, Leitstand, Betriebs- und Maschinendatenerfassung oder auch Lösungen zur Prozessautomatisierung schrittweise ab. Bei Industrieanwendern gibt es allerdings große Unterschiede im Hinblick auf das Begriffsverständnis und seine Verbreitung.
Autor: Christoph Gross, Supply Chain Competence Center Gross & Partner
Erschienen: software-markt (11/2006)
Dateigröße: 280,70 kB

Mit dem Selbsttest IT-Konsolidierung ermitteln Sie, ob es in Ihrem Unternehmen versteckte Potentiale zur Konsolidierung und Homogenisierung Ihrer IT gibt.
Autor: Benedikt Schweicher, Benjamin Walber und Carsten Schmidt, Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH Aachen
Erschienen: software-markt (11/2006)
Dateigröße: 299,11 kB

Im Rahmen der Initiative "myOpenFactory" hat das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) im Zeitraum von Herbst 2004 bis Herbst 2005 zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart und dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen eine umfangreiche Studie zur Liefertreue im Anlagen- und Maschinenbau durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen verschiedene Wege zur Verbesserung der Lieferterminermittlung und -erfüllung auf.