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software markt 02/2010

  Editorial

 

Liebe Leser,

"Mehr Flexibilität durch moderne Software-Konzepte" - wir haben dieses Thema nicht von ungefähr für diese Ausgabe unseres "software markt" gewählt. Wir tragen damit einem Aspekt Rechnung, der durch die Krise des letzten Jahres in den Vordergrund getreten ist und große wie kleine Unternehmen gleichermaßen betrifft.

Denn für die meisten Unternehmen bedeutet der Kampf mit der Krise Veränderung: Interne Veränderungen z.B. durch die Anpassung oder Optimierung von Strukturen und Prozessen, externe Veränderungen z.B. durch das Erschließen neuer Märkte und den Aufbau neuer Standorte.

Dieser Wandel verlangt ein hohes Maß an Flexibilität, sowohl von den Mitarbeitern, die sich in neuen Rollen und Aufgabenstellungen zurecht finden müssen, als auch von der Unternehmenssoftware, die sie dabei unterstützen soll. Viele Unternehmen stoßen derzeit an die Grenzen ihrer Software-Infrastruktur und suchen nach modernen Lösungen, die im Bedarfsfall den Wandel "mitmachen" bzw. einfach an die neuen Anforderungen angepasst werden können.

Der Markt hat diese Anforderung schnell aufgenommen und es wird derzeit eine Reihe von Ansätzen verfolgt, die dazu beitragen sollen, die Flexibilität von Business Software - seien es nun unternehmensweite ERP-Systeme oder Lösungen für einzelne Bereiche wie CRM oder DMS - zu erhöhen. Einige Anbieter stellen dabei die einzelnen Anwender ins Zentrum und bieten rollenbasierte Workflows oder personalisierte Anwendungen, um die individuellen Anforderungen besser erfüllen zu können. Andere Anbieter setzen bei der gezielten Anpasssung von Anwendungsumfang und -intensität an. Im Rahmen von Software-as-a-Service (SaaS) lassen sich z.B. hochskalierbare Nutzungsmodelle realisieren.

Auch wenn sich einige dieser Ansätze in der Praxis erst noch bewähren müssen, bergen sie genug Potenziale, um sich eingehender mit ihnen auseinanderzusetzen. Gelegenheit dazu bietet zunächst unser Newsletter: Drei Fachberichte erörtern verschiedene Möglichkeiten, Business Software flexibler zu gestalten. Auf der diesjährigen CeBIT (02.03.-06.03.2010) kann man sich dann die ganze Vielfalt der modernen Software-Konzepte im Rahmen von Fachvorträgen, Produktpräsentationen und im Gespräch mit den Ausstellern anschauen. Einen kleinen Überblick über das diesjährige Rahmenprogramm finden Sie in unserem CeBIT-Special.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,

 

Dr. Karsten Sontow
Karsten Sontow 

 

  Fachartikel

Autor: Frank Naujoks, i2s GmbH, Zürich
Erschienen: software-markt 01/10
Dateigröße: 134,27 KB

Selbst wenn Unternehmen sich an einen strukturierten Auswahlprozess gehalten haben, sind über die Lebenszeit eines ERP-Systems Systemergänzungen notwendig. Sei es aus geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Expansion des Unternehmens oder aus funktionalen Erweiterungen, die kurzfristig vorgenommen werden sollen. Manchmal stossen Unternehmen auch im laufenden Betrieb auf Herausforderungen, für die es kurzfristig eine Lösung zu schaffen gilt. Solche Investitionen haben wir taktische Investitionen genannt. Unter taktischen ERP-Investitionen verstehen wir kurzfristige Investitionen, die helfen, schnell ein Problem zu lösen. Dabei wird durchaus die vorgegebene IT-Strategie, bspw. nur von einem ERP-Anbieter Produkte einzusetzen, außer Acht gelassen, um schnell auf Anforderungen aus Fachabteilungen reagieren zu können.
Autor: Peter Rösch CMC/BDU
Erschienen: software-markt 01/10
Dateigröße: 67,74 KB

Gerade heute sind durch Änderungen im Geschäftsumfang und der Flexibilisierung der Prozesse auch angepasste IT-Systeme notwendig. Falsch- oder überdimensionierte Systeme stehen den Veränderungen des Unternehmens manchmal "im Weg". Ein gestiegenes Umweltbewusstsein kann der Auslöser sein, das Rightsizing jetzt in die Tat umzusetzen.
Autor: Dr. Karsten Sontow, Trovarit AG
Erschienen: software-markt 01/10
Dateigröße: 212,09 KB

"Nachdem im Umfeld betrieblicher Software-Anwendungen der SaaS-Ansatz bis dato vor allem bei CRM- oder HR-Lösungen in relevantem Umfang genutzt wurde, rücken nun Nutzen und Anwendbarkeit von SaaS für unternehmensweite Anwendungen des Enterprise Ressource Planning (ERP) immer mehr in den Vordergrund der Diskussion. Das Ziel der Studie war es, eine belastbare Antwort auf die Frage zu erhalten, ob bzw. unter welchen Umständen das Konzept des ""Software-as-a-Service"" (SaaS) aus der Sicht von Anwenderunternehmen sinnvoll für ERP- bzw. Business-Software genutzt werden kann. "